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Die Qual der Wahl beim Wärmezähler für Warmwasser - Flügelrad oder Ultraschall?
28.06.2013 13:30 ( 6898 x gelesen )

Die Zeit läuft - bis zum 31.12.2013 muss in vermieteten Objekten ein Wärmezähler für die Erfassung der Energie zur Warmwasserbereitung eingebaut sein (Nachrüstpflicht auch für Bestandsbauten). Welchen Zählertyp sollte man hier verwenden?

 



Zunächst stellt sich erst einmal die Frage nach der Auslegung des Zählers - hier kann man verschiedene Kriterien heranziehen:

  • Volumenstrom der Pumpe im Ladekreis
  • Wärmeleistung des Heizregisters im Warmwasserspeicher
  • NL-Zahl des Wärmespeichers 
  • Speichervolumen des Warmwasserspeichers
  • Rohrdimension der Ladeleitung
  • Anzahl der angeschlossenen Wohnungen
  • ....

Das sicherste Kriterium ist sicher der Volumenstrom der Pumpe - mehr muss auch der Zähler nicht leisten. In der Praxis führt dies jedoch häufig zu recht großen Zählern, da die Pumpen meist überdimensioniert sind. Hier stellt sich die Frage, ob es wirtschaftlich ist, einer zu großen Pumpe noch einen großen (und teureren) Wärmezähler hinzuzufügen. Hinzu kommt, dass in vielen Anlagen die Pumpenleistung nicht bekannt ist und erst durch einen Vororttermin die Frage eventuell geklärt werden kann oder auch nicht ...

Viele Hersteller (u. a. allmess) und auch die neu im Juni erschienene VDI 2077 Blatt 3.2 haben in veröffentlichten Auslegungstabellen deshalb den Wärmebedarf für die Größe des Zählers zu Grunde gelegt. Dies hat den Vorteil, dass recht einfach an Hand der Wohnungsanzahl oder der Speichergröße die passende Zählergröße ermittelt werden kann und so keine Überdimensionierung erfolgt. Was passiert aber, wenn man nach diesen Kriterien den Zähler auswählt, einen preiswerten Flügelradzähler einsetzt und die Pumpe trotzdem deutlich leistungsfähiger ist?

Zunächst hat man Geld gespart, denn in der Regel sind Flügelradzähler in der Größenklasse bis 2,5 preiswerter als Ultraschallzähler. Bei einem dauerhaft zu hohen Volumenstrom kommt es bei Flügelradzählern schnell zu einer Überlastung des Lagers und somit zu einem Geräteausfall der sicher nicht dem Hersteller anzulasten ist. Sicherheit bringt in so einem Fall nur die Wahl des nächst größeren Flügelradzählers. Ein 3,5er Splitzähler mit Flügelradtechnik liegt aber in einer anderen Preiskategorie als Kompaktzähler, so dass die Flügelradvariante am Ende meist nicht unerheblich teurer ist.

Da die Zähler zur Erfassung der Energie für das Warmwasser üblicherweise im Heizungsraum sitzen, sind Sie bereits nach der EnEV 2009 zu isolieren. Zumindest im Angebot eines Fachhandwerkers sollte diese Position deshalb nicht vergessen werden. Für die Baureihe UltraMaXX gibt es von allmess fertige Isoliersets - für die meisten anderen Zähler heißt es hier in der Regel "bauseits".

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