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Auslegung Wärmezähler für Warmwasser
22.03.2012 09:30 ( 15146 x gelesen )

  Die Novellierung der Heizkostenverordnung fordert den Einbau eines Wärmzählers in den Ladekreis des Warmwasserspeichers auch bei Bestandsbauten bis Ende 2013. Der nachfolgende Beitrag gibt Hinweise, wie dieser Zähler zu dimensionieren ist.


Viele Hausbeseitzer müssen in ihren Heizungsanlagen den von der Heizkostenverordnung geforderten Wärmezähler zur Erfassung des Energiebedarfs für die Warmwasserbereitung nachrüsten lassen. Gerade im Bestandsbau ist es jedoch schwierig, die erforderlichen technischen Daten für die richtige Dimensionierung des Zählers zusammenzutragen.

Nachfolgend werden zwei Ansätze beschrieben, die praxisgerecht zum Ziel führen können, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

  • mittlere Temperaturspreizung im Speicher 50 K (eingestellte Warmwassertemperatur - Einlauftemperatur Kaltwasser) 
  • 20 K Temperaturspreizung im Ladekreislauf  
  • 1/2 h Ladezeit
  • Wärmebedarfsermittlung nach DIN 4708-1
  • Einsatz von Ultraschallzählern

Der Energiebedarf wird nach der DIN über die Leistungskennzahl NL definiert, die sich auf eine Wohnung mit Einheitsausstattung bezieht (Belegung mit 3,5 Personen in vier Räumen und einem Wärmebedarf von 5,82 kWh/d). Üblicherweise ist die NL-Zahl auf dem Typenschild des Speichers angegeben. Für praktische Belange kann man auch die Anzahl der vorhandenen Wohnungen in etwa mit NL gleichsetzen. Damit ergeben sich folgende erforderliche Zählergrößen in Abhängigkeit von der NL-Zahl:

Leistungskennzahl NL ( ~ Anzahl Wohnungen) qp in m³/h
bis 6 1,5
bis 12 2,5
bis 30 3,5

Eine andere Herangehensweise besteht in der Auslegung des Zählers nach dem Volumen des Warmwasserspeichers. Hier können folgende Werte für die Praxis angesetzt werden:

Speichervolumen Warmwasserbereiter in l qp in m³/h
bis 300 1,5
bis 500 2,5
bis 700 3,5

Da der Aufbau des Wärmeübertragers in dem Speicher für die Messung unter Umständen eine wichtige Rolle spielt - in der Regel aber nicht bekannt ist - empfiehlt sich der Einsatz von Zählern mit hoher Abtastrate (z. B. UltraMaXX 1,5 HA oder CF-Echo II 2,5 HA). So können auch schnelle Temperaturänderungen z. B. bei Plattenwärmetauschern ausreichend genau erfasst werden.

Bei Anlagen mit Heizkostenverteilern ist der Einbau eines 2. Wärmezählers für den Heizungskreislauf empfehlenswert. Somit wird eine höhere Rechtssicherheit in der Abrechnung erreicht und der mittlere Anlagenwirkungsgrad kann einfach ermittelt werden. 

Noch ein Hinweis zum  Schluss - nach der EnEV sind Armaturen zu dämmen. Das trifft auch auf den Wärmezähler für Warmwasser zu, der sich in der Regel im Heizraum befindet - bei Ihrem Angebot an den Endkunden sollten Sie diese Position nicht vergessen.

 


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